Welpen

Eines erstmal vorab: Einen Welpenkurs oder eine Welpengruppe werden Sie bei mir vergeblich suchen. Lassen Sie mich das kurz erklären. Ich arbeite nun seit 2006 hauptberuflich als Hundetrainerin und habe IMMER Welpenkurse und Welpengruppen angeboten und möchte behaupte, dass ich das immer nach bestem Wissen und Gewissen getan habe; es gab nie wildes unkontrolliertes Spiel über einen langen Zeitraum, es gab immer kleine Gruppen, es waren meistens zwei Trainer*innen anwesend, es ging immer hauptsächlich um die Beziehung zwischen Hund und Halter...

...und dennoch konnte ich diese Gruppen irgendwann nicht mehr anbieten, denn sehr schnell dachte ich immer häufiger, dass 3/4 der anwesenden Teams eigentlich schonmal eine Einzelhilfestellung benötigt hätten.
Weil die Halter*innen etwas falsch machten? Weil die Hunde so schwierig waren?
Nein, das war wirklich eher selten der Fall.
Die Hauptursache lag meistens darin, dass uns Menschen seit ca. 15 - 20 Jahren suggeriert wird, dass Sozialisierung beim Hund bedeutet, ihn mit möglichst vielen Menschen, möglichst vielen Hunden, möglichst viel lustigen Kontakt haben zu lassen. Für Hundehalter bedeutet das in der Regel "er darf mal gucken gehen".
Hunde und Menschen gleichen sich in der Art, wie sie Sozialkontakte pflegen und aufbauen sehr stark. Würden wir das auf Menschen genauso "anwenden" hieße das, dass jedes Kind zu jeder Person hingehen darf, aber auch MUSS und Kontakt, körperlichen Kontakt haben darf und muss. Das hieße, dass jedes Kind zu jedem Kind, auch wenn es der größte Hooligan des Dorfes ist, Kontakt haben darf & Kontakt haben MUSS, ebenfalls auch Körperlichen! Wir würden nicht "sortieren" und nicht entscheiden, wer ist guter Kontakt und wer ist schlechter Kontakt und vor allen Dingen würden wir nicht entscheiden WIE sieht denn guter oder schlechter Kontakt aus. Und das noch völlig unabhängig vom Individuum. Und bei all diesem "dürfen und müssen" würden wir dennoch davon ausgehen, dass unser Kind sich absolute optimal sozial entwickelt. Sie können sich noch erinnern, wie Sie "genötigt" wurden, Tante oder Onkel einen Kuss auf die Wange zu geben, obwohl sie die eklig fanden? Hat Ihre Oma auf ein Taschentuch gespukt und Schokoreste aus Ihrem Gesicht geschrubbt? Wurden Sie mal "zwangsbespaßt" mit einer verwandten Großcousine, dem Kind eines Arbeitkollegen oder aus der Nachbarschaft, welches Sie total doof fanden, weil Mama und Papa das so wollten? Oder hatten sie mal einen besten Freund, der nur Mist gebaut hat und weil sie "dabei" sein wollten, haben Sie mitgemacht und Ärger kassiert? Ich glaube jeder von uns kennt solche Geschichten. Das waren Einzelsituationen, die uns nachhaltig beeindrucken.

Mit unseren Hunden machen wir das andauernd!!!
Ja, viele Hunde wollen Kontakt, weil sie neugierig sind. Viele stellen fest, dass der Kontakt nicht schön ist oder erleben ihn immer in Aufregung? Niemand bringt ihnen bei, wie ein guter, ruhiger Kontakt aussieht, aber jeder erwartet, dass sie es später können.
Und Fakt ist, viele Rassen wollen fremde Hunde, fremde Menschen später nicht mehr in ihrem Individualbereich und die Art und Weise, wie wir sie "sozialisieren" birgt ziemlich viel Potential für Probleme. Das müssen nicht immer richtig doofe Sachen sein. Aber lassen Sie mich, aus meiner Praxis ein paar typische Beispiele nennen (die Rassen kann man z.T. mit anderen ersetzen, aber es spiegelt auch typische Rasseeigenschaften wider):

* Kundin kommt mit Labradorwelpen zum Welpenkurs. Obwohl der gut organisiert ist, zeigt sich sehr schnell, dass der Hund bei Hundekontakt immer aufgeregter wird. Bald schon ist der Hund ein halbes Jahr und hat 2/3 seines Gesamtgewichts erreicht. Bei einem Besuch der Hundeschule schleift der Hund seine Halterin Richtung Hundeplatz. Leider ist es glatt und die Halterin fällt und knallt übel auf den Hinterkopf. Keine Seltenheit, wie sie berichtet. Auch privat, läßt sich der schwere Rüde kaum noch bändigen, wenn er andere Hunde sieht. Er will unbedingt hin und unbedingt Kontakt. Ist sehr nett, aber auch sehr rücksichtslos. Die Halterin bucht Einzeltraining, als der Hund fast 1,5 Jahre alt ist und muss über ein Jahr regelmäßig trainieren, um das in den Griff zu bekommen. Eine Beratung am Anfang hätte das alles verhindern können.

* Kundin kommt mit Havaneser-Pudelmix zu den Welpen. An Hunden hat der Hund so gut wie keinen Kontakt, typisch für diesen Hundetyp, aber umso mehr an Menschen. Weil der Hund so süß ist, reagieren natürlich auch alle überdreht-freundlich. Das verknüpft sich so stark, dass der Hund im Verlauf nicht mehr ohne Leine laufen kann, nirgends, denn sobald er Menschen sieht, rennt er hin, es ist auch egal, wenn eine Straße in der Nähe und die Strecke lang wäre. Kundin bucht recht bald Einzeltraining. Das hat sich jedoch so stark konditioniert, dass auch nach einem halben Jahr regelmäßigem Einzeltraining, der Erfolg nicht so gut ist, dass der Hund sicher frei laufen kann. So muss mit Korrektur gearbeitet werden. Das hätte man vermeiden können.

* Kunde kommt mit Border Collie auf den Platz. Trotz regelmäßigen Hinweisen bespaßt der Kunde den Hund mit Wurfspielzeug, weil er glaubt, der Hund wäre sonst nicht ausgelastet. Mit einem Jahr ist dem Hund die Beute so wichtig (Ballspielen ist kein Spiel sondern jagen), dass er a. nicht mehr mit seiner Umwelt interagiert, wenn der Ball in der Nähe ist, selbst wenn er in der Jackentasche ist und b. schon mehrfach Hunde ernsthaft gebissen hat, wenn sie sich dem Ball nähern. Obwohl der Hund auf Entzug gesetzt wurde und kein Ball mehr spielen darf, obwohl im Einzeltraining viele Themen geklärt werden konnten hat der Hund bei einigen Beißereien gelernt, dass man sich andere Hunde durch Aggression vom Hals halten kann. Der Hund muss dauerhaft mit Maulkorb laufen und insgesamt sehr stark kontrolliert werden, damit er nicht eskaliert, wenn man andere Hunde trifft.

* Kundin kommt mit Australian Shepherd. Schon in der Welpengruppe wird klar, dass der Hund nicht richtig spielt sondern eher hütet und versucht Dynamik zu unterbrechen. In der Hundeschule wird wenig eingegriffen und die Welpengruppe ist mit 12 Hunden riesig. Der Welpe ist überfordert, gestresst und sehr erregt. Bereits mit knapp 5 Monaten fängt er an, an der Leine andere Hunde anzupöbeln. Die Kundin kommt zu mir, als der Hund 2 Jahre alt ist. Ich bin die 5 Trainerin, die sie aufsucht. Wir kommen gut voran, aber der Hund ist ziemlich groß, die Halterin eher zierlich und es ist viel Management erforderlich, damit die beiden gut durch den Alltag kommen.

Ich könnte hier noch 200 Situationen aufzählen, denn im Einzeltraining kristallisiert sich raus, dass 90% aller Probleme, wegen derer Hundehalter*innen zu mir kommen, sich bereits im Welpenalter gezeigt haben und dort problemlos hätten angegangen werden können oder dort erst richtig gepusht wurden.
Ein Teil der Problematik ist dann rassetypisches Verhalten, welches nicht als solches erkannt wurde, verharmlos wurde, wo man dachte, das hört von alleine auf (Genetik??) usw. , ein weiterer Teil der Problematik ist die Art und Weise, wie Hunde an Situationen rangeführt werden, wie sie im Alltag unterwegs sind und wie sie behandelt werden (leider zu selten wie Hunde, aber dennoch nach bestem Wissen und Gewissen), das führt oft zu Stress und Erregung und das verknüpft  sich mit den jeweiligen Situationen und so wird der Hund immer schwerer händelbar.

Was finden Sie also bei mir?

Ich wünsche mir für Sie und Ihren Welpen, dass Sie ein harmonisches Leben führen, dass Sie Ihren Hund überall dahin mitnehmen können, wo Sie ihn gerne mitnehmen möchten, ich möchte, dass Sie auffallen, weil Sie nicht auffallen. Sie sollen Spaß und eine gute Zeit miteinander haben und sich nicht ständig darüber Ärgern, mit welchen Macken Sie sich rumschlagen müssen und was Sie nicht alles ohne diese machen könnten.

Dafür bekommen Sie von mir zwei unterschiedliche Angebote!

Beim Basisangebot komme ich für ein Erstgespräch zu Ihnen. Wie bei jedem anderen Kunden auch, wird dieses 2,5 bis 3 Stunden dauern. Ich erkläre Ihnen die rassetypischen Eigenschaften Ihres Hundes, werde Ihnen etwas zu seinem Charakter erzählen, was genau Sozialisierung bedeutet, wie sie diese erreichen können, auf was Sie achten können und was Ihr Welpe WIRKLICH braucht, um ein guter Alltagsbegleiter zu werden. Natürlich gibt es hier auch schon die passende Praxis. Preise folgen!

Beim Fit-for-live-Angebot komme ich ebenfalls für ein Erstgespräch, welches alles beinhaltet, wovon ich eben schon sprach. Des Weiteren vereinbaren wir 3 Termine á 60 - 90 Minuten in denen wir uns mit der Leinenführigkeit und mit Begegnungen beschäftigen, an einen fremden Ort für Ihren Welpen gehen und ich Ihnen zeige, wie er diesen erleben sollte und wir werden fremde Hunde treffen und auch hier wird es darum gehen, was man einem Welpen nach und nach beibringen sollte. Und wir reden hier nicht von sitz, platz, bleib, also Dressur, sondern wir reden von Erziehung, also wie man sich im sozialen Kontext verhält.

Rein theoretisch können Sie dieses Paket buchen bis zu einem Alter von 16 Wochen des Hundes. Ich würde aber empfehlen, dass Sie es buchen bevor der Hund 13 Wochen alt ist, denn bei einer großen Anzahl an Hundetypen ist die Sozialisierungsphase mit 13 Wochen abgeschlossen.

Preise

Erstgespräch

2 - 3 Stunden
inkl. Fahrgeld innerhalb von 25km rund um Hildesheim

260 €

Fit-for-live-Angebot

1. Termine 2 - 3 Stunden
2. - 4. Termin 60 Minuten
inkl. Fahrgeld innerhalb von 25km rund um Hildesheim

560 €

Fahrgeld pro gefahrenen Kilometer ab 31135 Hildesheim

für Termine außerhalb des 25km-Radius rund um Hildesheim

0,50 €

SIE MÖCHTEN EINEN TERMIN BUCHEN?

Nun haben Sie schon die ersten wichtigen Infos und möchten loslegen??
Prima, dann gibt es mehrere Möglichkeit:

1. Sie füllen u. s. Kontaktformular aus (das benötige ich ohnehin, weil es auch rechtliche Dinge beinhaltet, wie die Abfrage der Hundehalterhaftpflicht z.B) und können dort ankreuzen, ob ich Sie anrufen oder Ihnen gleich Termine zumailen soll.
2. Sie können mich vorab anrufen unter: 0152-34575945 (bitte hinterlassen Sie eine Nachricht, wenn Sie mich nicht persönlich erreichen, ich rufe zurück)
3. Sie schreiben mir eine Whats App. Terminvereinbarungen werden wir ohnehin per WhatsApp, SMS oder Threema vornehmen, wegen der Nachvollziehbarkeit für uns beide. Es kommt doch hin und wieder mal vor, dass man sich einen Termin falsch notiert (ist mir schon passiert, passiert aber auch mal dem einen oder anderen Kunden). Und dann ist es gut, wenn man Absprachen nochmal nachvollziehen kann.

KONTAKTFORMULAR

Besonders, wenn unser erster Kontakt telefonisch bzw. per WhatsApp erfolgte oder Du von der HUNDESCHULE Individuelle F(a)elle an mich weitergeleitet worden bist/ zu mir gefunden hast, benötige ich einige Daten von Dir. Im Prinzip kann man sagen, dass ich auf jeden Fall eines der Formular auf meiner Homepage von Dir ausgefüllt haben muss bevor wir uns das erste Mal treffen. Also, leg los!