Über mich

Was könnte Dich wohl interessieren? Was will man über jemanden wissen, von dem man sich vielleicht coachen lassen möchte? Leider kann ich nicht in Deinen Kopf gucken, aber ich weiß, was ich mir immer anschaue, wenn ich ein "Über mich" lese.

Ich fange mal mit ganz einfachen banalen Infos an. Mein Name ist Jenni(fer). Ich bin Baujahr 1978 und ich arbeite seit 2006 hauptberuflich als Hundetrainerin. Ich lebe in einem kleinen Dorf in der Nähe von Hildesheim und würde mich ganz stolz als Landei bezeichnen.

In meinem Leben gab es fast immer Hunde. Als ich Baby war, hatten wir einen Pointer-Labradormix. Mit 5 Jahren bekam ich einen Dackel. Als Jugendliche ging ich eine Weile mit dem Dt. Kurzhaar und später mit dem Münsterländer eines Bauern in der Nachbarschaft spazieren, bis wieder ein eigener Hund einzog. Ein Mischling zwischen Dt. Langhaar und Irish Setter. Dann schafften sich meine Eltern, da war ich schon ausgezogen, wieder einen Mischling an. Ein Mix aus BeardedCollie und Münsterländer, die ein paar Jahre später, nämlich 2006 Welpen bekam. Aus diesem Wurf, der Vater war ein Schäferhund-Hovawartmix übernahm ich zwei Hündinnen. Naya (auf dem unteren Bild ganz rechts) und Cassidy (auf dem unteren Bild ganz links). Meine ersten beiden eigenen Hunde.

2013 lernte ich meine jetzige Lebensgefährtin Nicole und ihre beiden Hunde Benny, den Harzer Fuchs (Bild 2. v. links) und die dreibeinige Mona (kleiner, blonder Wuschel) kennen, vermutlich ein Sheltimix. Und zack, hatte ich vier Hunde.

2014 kam KissMe dazu, ein Papillonmädchen, kurze Zeit später ging Naya über die Regenbogenbrücke. Leider verließen uns dann auch Benny, danach Mona und 2021 mussten wir uns von Cassidy verabschieden.

Hängen geblieben sind wir bei den drei Papillons KissMe, Mojo und Yari, die unseren Alltag und unser Leben bereichern.

So viel erstmal zu mir privat!


Beruflich bin ich ganz ursprünglich ausgebildete Speditionskauffrau, habe in dem Job aber nie gearbeitet. Nach meiner Ausbildung habe ich 5 Jahre lang die unterschiedlichsten Jobs gemacht. Ich hab in einer Bank gearbeitet, ich hab im Einzelhandel gearbeitet, ich habe beim TÜV gearbeitet und vieles mehr.

2000 habe ich dann angefangen bei einem großen deutschen Mobilfunkanbieter in der Hotline als CallCenter Agent zu arbeiten, bin dort schnell in die Schulungsabteilung gewechselt und habe fortan die Kollegen am Telefon ausgebildet.
Nebenher habe ich eine Zusatzqualifikation im Bereich Kommunikationspsychologie und Körpersprache (die am Telefon nicht wichtig war) erworben und hier mit dem Spezialgebiet Mimic Expressions.
Allerdings hat mich der Job, der geprägt war von Zeitdruck, morgendlichen "Anschissen" und meckernden Kunden krank gemacht.
Als das Unternehmen sich 2005 entschloss, den Wasserkopf auszudünnen, habe ich meine Chance ergriffen und bin mit einer Abfindung gegangen.

Und diese Abfindung nutze ich, um das erlernen zu dürfen, was mir wirklich am Herzen lag. Und so begann ich ein Studium an der ATN in der Schweiz im Bereich "Tierpsychologie" mit Spezialgebiet "Hund", welches etwas über 18 Monate dauerte und eine Ausbildung im Canisland in Baden Württemberg zur Hundetrainerin, weil mir die Praxis im Studium doch sehr fehlte.

Seit Februar 2006 bin ich nun selbständig mit kleineren Unterbrechungen, wo ich aber dennoch als Hundetrainerin gearbeitet habe.

Auf meinem Weg habe ich unendlich viele Fort- und Weiterbildungen besucht und ich vergesse bestimmt einige wichtige Dozenten, wenn ich nun aufzähle. So seien hier die genannt, die mir im Kopf geblieben sind:

Dr. Udo Gansloßer "Verhaltensbiologie des Hundes"
Ute Heberer: "Lasst sie spielen"
Ursula Löckenhoff "gemeinsam unterwegs"
Sophie Strodtbeck "Stress und Angst beim Hund"
Sami el Ayachi "Der verbindliche Rückruf — die Königsdisziplin"
Michael Eichhorn "Verhaltensbeobachtungen an Haushunden"
Ute Heberer "Mehrhundehaltung"
Ines Kivelitz "Raufer Workshop"
Sami el Ayachi "Körpersprachliches Longieren für Hundehalter"
Thomas Baumann "Aggression bei Haushunden"
Maren Grote "Impulskontrolle & Frustrationstoleranz"
Günther Bloch "Verhaltensforschung und Hundeerziehung"
Dr. Iris Mackensen-Friedrichs: "Körpersprache des Hundes"
Bettina Bannes-Grewe "Welpenentwicklung und Erziehung-Aufbau und Moderation einer Welpengruppe"
Rainer Dorenkamp "Arbeit mit jagenden Hunden"
Ute Heberer "Konfliktmanagement in Hundegruppen"
Chris Boysen "Tango an der Leine"
Chris Boysen "Mantrailingworkshops"
Tanja Elias "Spezialisten im Alltag; Sporthunde, Arbeitslinien uvm"
Ursula Löckenhoff "Raummanagement"
Katarina Ringsdorff "Häusliches Programm"
Katarina Ringsdorff "Leinenführigkeit"
Gerd Leder "Rasse 1x1 heute"
Dipl. Psych. Robert Mehl "Neurobiologie der Aggression"
Christl Löffler "Das Erstgespräch meistern"
Sarah Fink "Lernen von Straßenhunden"
Dr. Bernd Schröder "Biologische Grundlagen von Stress"
Studierte Tierheilpraktikerin (2013) - Schwerpunkt Homöopathie, Mykotherapie, Kräuterkunde

Und viele mehr und das sind sicher auch nicht die Letzten!!

Seit 2020:
Zertifizierte und qualifizierte Hundeerzieherin und Hundeverhaltensberaterin an der TÄK Schleswig-Holstein
Anerkannte Prüferin zur Abnahme von Sachkundeprüfungen für Hundehalter*innen gem. § 3 NHundG
Anerkannte Prüferin zur Abnahme des D.O.Q.-Test 2.0 für Hundehalter*innen

Was mich im Hundetraining begleitet und auszeichnet...

Ich bin ein neugieriger und wissbegieriger Mensch. Ich lerne gerne was dazu und halte mich gerne auf dem Laufenden. Trotzdem ist mir mein Bauchgefühl extrem wichtig. Gerne arbeite ich mit Menschen. Menschen die Hunde haben, sind mir am Liebsten.
Nein, ich werde Sie nicht so behandeln, wie ich selbst behandelt werden möchte, ich werde Sie so behandeln, wie SIE behandelt werden möchten.

Ich werde Ihnen zuhören, ohne Sie zu ver- oder beurteilen. Auch habe ich nicht vor, die Verantwortung für Sie zu übernehmen oder Sie zu verändern und hoffe, dass ich Ihnen helfen kann, Ihren Weg mit Ihrem Hund zu finden, für ein gemeinsames Wohlfühlen und der Akzeptanz für das Gegenüber.

Meine Philosophie

Jeder ist ein Genie. Aber wenn Du einen Fisch danach bewertest, ob er auf einen Baum klettern kann, dann lebt er sein ganzes Leben in dem Glauben, er wäre dumm.
Albert Einstein

Der Psychologe Carl Rogers glaubte:

  • Jeder Mensch ist eine eigenständige, einzigartige Persönlichkeit
  • Jeder Mensch wird akzeptiert und es wird ihm Verständnis entgegengebracht
  • Jeder Mensch stellt in Bezug auf das, was er erlebt, selbst einen Sinn her
  • Jeder Mensch wählt autonom unter den ihm erkennbaren und zugänglichen Handlungsmöglichkeiten aus
  • Menschen sind Experten für sich selbst
  • Menschen können sich ändern
  • Menschen wollen ihre Potenziale in die Tat umsetzen
  • Menschen handeln oft zweckhaft (zielgerichtet)

So sehen ich Dich und so sehe ich Deinen Hund!!

Und genau aus diesem Grund habe ich den Namen INDIVIDUELLE F(A)ELLE ausgewählt, denn bei mir findest Du weder einen festen Standpunkt, dieser hindert nur das Voranschreiten, noch DIE EINE Methode sondern VIELE Methoden.

Ich nehme mir viel Zeit für Dich und Deinen Hund, damit Du die Möglichkeit hast zu erkennen, was möglich ist!

Irgendwann im Laufe der Menschheitsentwicklung begannen Menschen sich durch gezielte Selektion die Fähigkeiten der Hunde zu Nutze zu machen:

* sie wurden als Hüte- und Herdenschutzhunde eingesetzt,
* bewachten Haus und Hof,
* kämpften gegen Bären, Stiere, ihresgleichen, wurden als Kriegshunde eingesetzt,
* sie unterstützten als Treibhunde beim Viehtrieb,
* und halfen dem Menschen in verschiedenen Bereichen der Jagd.
* Nicht zu vergessen die Gesellschaftshunde, die schon immer rein zum Gefallen des Menschen da waren.

Bei der Selektion und Zucht der verschiedenen Rassen standen der Nutzen, die Gesundheit, und die Funktionalität eines Hundes immer im Vordergrund und nicht das Aussehen. Heutzutage werden Hütehunde, Jagdhunde und Herdenschutzhunde in unserer Gesellschaft hauptsächlich als reine Familienhunde angeschafft. Unsere Erwartungen an einen reinen Familienhund sind von diesen, oftmals hochspezialisierten Hunden, unter Umständen schwer zu erfüllen:

Da soll der Jagdhund nicht jagen, auch nicht den Jogger und den Radfahrer. Der Herdenschutzhund soll sozial verträglich, lieb und nett zu jedem Fremden sein. Der Hütehund darf nicht mehr an der Viehherde arbeiten und Nachbars Kinder natürlich auch nicht zusammentreiben und Autos schon mal gleich gar nicht. Der Hovawart soll zwar das Haus bewachen, aber bitte nur zwischen 24.00 und 8.00Uhr und natürlich leise, damit die Nachbarn nicht gestört werden. Der hochspezialisierte Podenco soll sich von uns im Freilauf widerspruchslos kontrollieren lassen. Der ehemalige Schutzhund darf keinerlei Aggression zeigen und alle sollen sie selbstverständlich an lockerer Leine neben uns her traben.

Aus dem Nutztier Hund, dem Helfer des Menschen für unterschiedliche Aufgaben, wird das Nutztier Sozialpartner. Während der Mensch seine Erwartungen an Hunde und deren Verhalten im Laufe der vergangenen Jahre verändert hat, können diese nichts anderes sein, als was sie immer waren! Nämlich Hunde!!

Ihre Rechte als Kunde von Individuelle F(a)elle:

  1. Der Mensch hat das Recht, in seinen Sorgen und Bedürfnissen ernst genommen zu werden.
  2. Der Mensch hat das Recht, eine eigene Sicht auf sich und seinen Hund zu entwickeln.
  3. Der Mensch hat das Recht, dass die vorgeschlagene Lösung in seinen Alltag paßt.
  4. Der Mensch hat das Recht, dass man ihm mit Respekt und Wohlwollen begegnet.
  5. Der Mensch hat das Recht, selbst zu entscheiden, dass das erreichte Ziel für ihn ausreichend ist.
  6. Der Mensch hat das Recht, dass das Training zu einer Verbesserung im Alltag führt.
Ihr Hund hat auf folgende Dinge ein Recht:

  1. Respekt und Vertrauen auf beiden Seiten
  2. Liebevolle und wohlwollende Zuwendung auf beiden Seiten
  3. das intuitive Leben von umsetzbaren Regeln und Grenzen durch den/ die Hundehalter*in
  4. Verbindung und Beziehung zum/ zur Hundehalter*in
  5. Ruhe und Harmonie im Zusammenleben
  6. Verlässlichkeit und Sicherheit in kritischen Situationen geboten durch den/ die Hundehalter*in
  7. Orientierungsmöglichkeit an den Besitzern
  8. Artgerechter Umgang mit ihm
  9. Kontakt zu Artgenossen

Bei uns ist die Erziehung Ihres Hundes immer individuell auf das jeweilige Mensch-Hund-Team angepaßt. Wir distanzieren uns von den nicht hundgerechten Softmethoden aber auch von gewalttätigen Erziehungsmethoden. Wir leben und vermitteln den autoritativen Erziehungsstil. Im Sinne des autoritativen Erziehungsstils geben wir dem Hund viel Liebe und Unterstützung, setzen dabei aber auch klare Grenzen, stellen Regeln auf und helfen bei der konsequenten Umsetzung dieser. Für uns ist das der goldene Mittelweg und dieser ermöglicht uns eine individuelle Betrachtungsweise eines jedes Teams. Wir haben einen "bunten Sack an Möglichkeiten und Methoden". Gerne unterstützen wir Sie darin, auch Ihren Weg für ein entspanntes Miteinander zu finden.

Wir möchten Hunden ein soziales Leben ermöglichen. Hier gilt es, die Bedürfnisse Ihres Hundes genauso zu berücksichtigen, wie die Ansprüche, die unsere Umwelt und die Gesellschaft an Hunde stellt. Belohnung aber auch das Setzen von Grenzen erleichtern es dem Hund, seinen Platz in unserer Welt zu finden und sich sozial sicher und entspannt zu verhalten.

Unterordnungselemente, wie SITZ, PLATZ, BLEIB sind im Alltag durchaus sinnvoll, sollten aber nicht das alleinige Ziel in der Hundeausbildung sein. Unser Ziel ist es für Sie, Ihren Hund in den sozialen Verband mit seinen Menschen und in seine Umwelt zu integrieren.

Ein Wort zur Arbeit mit aggressiven Hunden

Viele Fragen, ob ich ein Lieblingsgebiet habe. Und um ehrlich zu sein, habe ich das nicht! Ich habe Lieblingsmenschen, denn ich arbeiten mit Ihnen als Hundehalter und weniger mit Ihrem Hund. Ich wünsche mir Menschen, die Lust haben etwas zu verändern. Menschen, die Ihren Hund als Familienmitglied sehen, ohne zu vergessen, dass ein Hund Verlässlichkeit, Sicherheit, Schutz, Souveränität und Klarheit braucht, um sich sicher zu fühlen und verhalten zu können und Wohlwollen, Hilfestellung und - nennen wir es ruhig - Liebe, um es auch zu wollen.

Ich arbeite gerne mit Menschen, die lernen möchten. Sie müssen nicht alles rund um den Hund wissen, das tue ich übrigens auch nicht, sie sollten nur bereit sein, über den bisherigen Tellerrand hinaus zu blicken.
In diesem Sinne ist mir eine Sache sehr, sehr wichtig!!
Ich arbeite durchaus mit Hunden, die sich aggressiv verhalten. Aggression ist Kommunikation und weder gut noch böse. Sie ist zweckorientiert und wenn Ihr Hund sich aggressiv verhalten sollte, will er damit etwas erreichen oder hat es bereits damit erreicht und somit für gut befunden. Im Training werden wir ihm "erklären", dass dieses Verhalten nicht mehr so zweckmäßig ist, wie er glaubt. Dafür muss er es aber zeigen dürfen, um zu erkennen, dass es ihm nicht weiter hilft. Nur so kann er lernen, andere Strategien zu entwickeln oder unsere Vorschläge "anzunehmen".
Das bedeutet aber, dass diese Arbeit gefährlich werden kann. Je nachdem, wem gegenüber sich Ihr Hund aggressiv verhält für andere Hunde oder Menschen.
So ok wie ich Aggression auch finde, so bleibt sie dennoch gefährlich, wenn der Hund es ernst meint und ich werde von nix und niemandem die Unversehrtheit gefährden und ich hoffe, Sie sind so vernünftig, dass Sie das auch nicht tun.
Sollte Ihr Hund sich also aggressiv verhalten und wissen, wie er seine Zähne einsetzt, werden mir mit Maulkorb arbeiten. Sollten Sie das nicht wollen, sind Sie bei mir leider beim falschen Ansprechpartner.
Eine Kundin von mir hat es neulich so schön formuliert: "Mit meinem Hund ist es ein bißchen, als hätte mein Auto kaputte Bremsen. Er kann sich einfach nicht so beherrschen, wie andere Hunde. Ich mache mich mit ihnen zusammen auf den Weg in die Werkstatt, wo mein Auto (Hund) wieder neue Bremsen bekommt. Aber bis dahin schnallen wir uns natürlich an und sind froh über den Airbag. Denn wenn doch was passiert auf diesem Weg, wollen wir den Schaden gering halten."
Niemand guckt Sie bei uns schief an, wenn Ihr Hund gesichert ist. Im Gegenteil! Man wird Sie lediglich als verantwortungsbewußt wahr nehmen.
Sie können mich gerne vorab ansprechen und ich erkläre Ihnen, woher Sie einen Maulkorb bekommen, wie Sie ihn antrainieren und worauf Sie achten müssen. Übrigens meine ich wirklich einen Maulkorb, also aus Plastik oder Metall - alles andere sind Maulschlaufen. Diese sind nicht sicher, schwer anzutrainieren, für den Hund doof zu tragen und aus meiner Sicht z. T. sogar tierschutzrelevant. Deshalb arbeiten wir mit diesen Maulschlaufen nicht!